Radweg nach Klein-Winternheim? Die unendliche Geschichte..

Marienborner Ortsvorsteher fordert einen Rad- und Fußweg zwischen Marienborn und Klein-Winternheim

Marienborn. Der Marienborner Ortsvorsteher Dr. Claudius Moseler (ÖDP) unterstützt ausdrücklich die Bestrebungen der Klein-Winternheimer Ortsbürgermeisterin Ute Granold für die Realisierung eines ordentlichen Radweges zwischen Marienborn und Klein-Winternheim. „Seit Jahren wird auch der Ortsbeirat Marienborn von der Stadtverwaltung in Sachen Radweg hingehalten“, moniert Moseler. „Ich fordere insbesondere Umwelt- und Verkehrsdezernentin Katrin Eder auf, den Radfahrerinnen und Radfahrern ordentliche Radwege in Mainz und seinen Stadtteilen zur Verfügung zu stellen.“

Dieses Projekt war bereits mehrfach Thema im Ortsbeirat Marienborn und wurde dort auch unterstützt. Ursprünglich hatte die Verwaltung Anfang 2011 auf ÖDP-Anfrage mitgeteilt, dass dieses Projekt 2014 umgesetzt werden sollte, dies ist aber nicht passiert. Am 02.11.2011 wurde im Stadtrat ein entsprechender CDU-Antrag (Nr. 1862/2011/1) an den Verkehrsausschuss überwiesen, das Projekt voranzutreiben und sich um entsprechende Landeszuschüsse zu bemühen. Am 21.08.12 im Verkehrsausschuss und am 05.09.12 im Stadtrat wurde beschlossen, den Antrag in zwei Jahren wieder aufzurufen. Dies ist dann im Jahr 2014 leider nicht passiert. 2015 und letztmalig am 13.01.2018 gab es entsprechende Anfragen der Marienborner ÖDP-Ortsbeiratsfraktion an die Mainzer Stadtverwaltung. „Die Aussagen des Stadtsprechers Marc André Glöckner, es haben noch keine Gespräche mit den notwendigen Stellen stattgefunden, ist ein Skandal angesichts der langen Historie, die das Thema in Mainz bereits hat“, so Moseler weiter. „Offenbar verschläft die Stadt dieses Thema immer wieder trotz permanenter Signale aus Marienborn.“

Seit drei Jahren wird auch auf die Studie zu den „Schutzstreifen“ der Bundesregierung verwiesen, die bisher aber immer noch unveröffentlicht sei. „Hiermit redet sich die Stadt einfach raus. Beim heutigen Verkehrsaufkommen ist aus meiner Sicht ein Radweg wesentlich sicherer als ein sogenannter Schutzstreifen“, betont der Marienborner Ortsvorsteher. Auch ein Fußweg zwischen Marienborn und dem Klein-Winternheimer Ortsteil Pfaffenstein wäre eigentlich sinnvoll, so der Ortsvorsteher und hofft, dass endlich ein wenig Bewegung in die Angelegenheit kommt.

Dr. Claudius Moseler

Zurück