Siedlungs- und Versiegelungsstopp: lebenswertes und klimafreundliches Bretzenheim erhalten

Bretzenheim erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit bei Studierenden und jungen Familien. Das hat in den vergangenen Jahren auf dem Wohnungsmarkt im Ort zu etlichen Nachverdichtungen durch Bebauung geführt. Der Ortsbeirat war regulierend tätig. Jüngstes Beispiel ist die gelungene Reduzierung der Anzahl der neuen Wohngebäude im geplanten Albert-Stohr-Wohnquartier.

Die ÖDP fordert ein konsequentes Reglement zur Begrenzung der Wohnverdichtung. Zum einen führt die Nachverdichtung zu einem immer stärker werdenden Verkehrsfluss, auch durch das Ortszentrum. Der historische Ortskern ist in den Haupteinkaufszeiten regelrecht verstopft. Zum anderen fördert die immerwährende Nachverdichtung einen zusätzlichen Hitzestau, da wertvoller Freiraum vernichtet wird.

Eine vergleichbare, nicht minder alarmierende Situation haben wir in der Bretzenheimer Ebene. Vor einem Jahrzehnt wurde das Stadion gebaut, die verbleibende Fläche bis zur Saarstraße dient dem Bau von Hochschulerweiterung und hochschulnahem Gewerbe. Hier fordert die ÖDP ein radikales Umdenken vor allem aufgrund des spürbaren Klimawandels auch bei uns vor Ort in Bretzenheim. Hitzekapriolen von bisher nicht vorhandenem Ausmaß oder auch untypische Temperaturschwankungen sind nur Vorboten dessen, was uns in den kommenden Jahren erwartet. Auch in der lokalen Bebauung vor Ort werden die Ventilationsbahnen empfindlich gestört. Hier plädiert die ÖDP für mehr Feingefühl und Achtung gegenüber der Natur.

Wir setzen uns für den Erhalt des Naherholungsgebietes und der Frischluftschneise in unserer Bretzenheimer Ebene ein.

Ihr Dr. Peter Schenk

Die Zukunft aktiv gestalten

Ortsentwicklung, Bildung, Naherholungs­flä­chen, Klimaerhalt, öffentlicher Nahverkehr und noch mehr bewegt uns Bretzenheimer.

Darum fordern wir:

● ein ganzheitliches Konzept zur Verkehrsberuhigung und Verbesserung des Verkehrsflusses im Ortskern
● Eindämmung der Zerstörung gewachsener Naturräume durch übermäßige Nachverdichtung im ganzen Ortsgebiet
● Felder und Grünzüge dürfen nicht weiter bebaut werden. Der Stadionbau muss der ultimative Schlusspunkt der Bebauung der Bretzenheimer Frischluftschneise sein.
● Schutz und Ausbau bestehender Grün-, Sport- und Freizeitflächen im Ort für Jung und Alt
● Erhalt der Agrarkultur in der Bretzenheimer Ebene und Unterstützung der lokalen Landwirtschaft als echte Alternative zur skandalbehafteten, globalisierten Nahrungsmittelversorgung
● mehr Mittel für die bessere Ausstattung, Renovierung/Sanierung von Schulen, Kitas und Krippen
● Unterstützung für Bürgerengagement und Initiativen statt Verwaltungshürden für Engagierte
● Begegnungsstätten für Bürger und Vereine, um den Wegfall des Hauses St. Georg zu kompensieren
● Förderung von Betrieben, Dienstleistungen und Gastronomie im Einklang mit den Anwohnern
● barrierefreie Umgestaltung von Straßen und Gehsteigen bei anfallenden Baumaßnahmen

Bild: Alfons Rath, www.bildagentur-rath.de
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