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Überprüfung des Durchforstungskonzepts für den Lerchenberg mit dem Ziel einer gestalterischen und umweltverträglichen Korrektur

Antrag zur Ortsbeiratssitzung Lerchenberg am 14.04.2005

Der Ortsbeirat möge beschließen:

 

Die Stadtverwaltung wird gebeten, bei künftigen Durchforstungsmaßnahmen gestalterische und umweltverträgliche Konzepte anzuwenden.

 

Begründung:

 

In den letzten Wochen wurde die zu einem Stangenacker hochgeschossene kleine Waldinsel zwischen Fontanestraße und Hebbelstraße wenig sachgerecht ausgedünnt. Niedriger Bewuchs wie Büsche und Hecken wurde restlos auf den Stock gesetzt, der Baumbestand gesichtslos ausgedünnt. Übrig geblieben sind dünnstämmige, hochkronige Baumkrüppel, die den nächsten Sturm kaum überstehen werden. Die Hässlichkeit des wie eine himmelhohe Mauer die Anlieger erdrückenden Stangenwaldes blieb erhalten. Ökologisch gesehen sind diese Maßnahmen eine Katastrophe. Vögel und Kleintiere wie Eichhörnchen und Igel brauchen Sträucher, Baumverdichtungen und Reisighaufen als Schutz zum Brüten, als Nahrungsquellen und als Überwinterungshilfe.

 

Es wird angeregt, Ausdünnungen künftig nicht vollflächig, sondern punktuell vorzunehmen und auch Teilrückschnitte anzustreben. Der Häßlichkeit des aus dem Kriegs- und Nachkriegskahlschlag entstandenen hochgeschossenen Niederwaldes sollte entgegengewirkt werden. Neben dem Erhalten kleiner Verdichtungen sollten gestalterische Auflockerungen mit Sichtfenstern im Sinne einer Parkanlage angestrebt werden.

 

Hartmut Rencker

 

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