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Don Quijote der Energiewende

ÖDP zu Eblings Sorgen um den Taunuskamm

Mainz. „Ist es der Splitter im Auge oder verfolgt Ebling nur die Marschrichtung der Bundesregierung gegen die Energiewende, wenn er plötzlich wie Don Quijote aus rein optischen Gründen gegen Windräder auf dem Taunuskamm kämpft?“, fragt Ingrid Pannhorst, umweltpolitische Sprecherin der ÖDP-Stadtratsfraktion.

Die ÖDP ist vor allem auch deswegen über Eblings Ästhetik-Vorstoß erstaunt, da von ihm bis jetzt noch keine Klagen über den Verlust des romantischen Landschaftsbildes zu Hause auf Mainzer Seite zu hören waren. „Welch hässlichen Blick haben die Wiesbadener über Mainz? Zum Beispiel vom Neroberg: Industrieanlagen und im Hintergrund – auch Windräder. Zur neuerlichen Abholzung des Bannwaldes für das dritte Terminal hatte Ebling sich auch nicht geäußert“, kritisiert Dr. Peter Schenk, ÖDP-Sprecher Fluglärm.

Die ÖDP fordert dazu auf, bei der Errichtung von Windrädern die Fauna am Boden ebenso zu berücksichtigen wie das Vogelschlagsrisiko. Unter diesen Aspekten kann es notwendig sein, an bestimmten Stellen von Windrädern abzusehen. Vor allem dann, wenn es gute Alternativstandorte gibt, so wie dies zum Beispiel vor Jahren auf der Laubenheimer Höhe der Fall war. „Doch mit Beschimpfungen wie Verspargelung einseitig auf die Erneuerbaren einzuschlagen, wird der Situation nicht gerecht“, warnt Pannhorst.

Energieerzeugung prägt schon lange das Landschaftsbild. Als Beispiel seien nur Holzeinschlag, Braunkohleabbau, Stromtrassen, Kraftwerke oder neuerdings die riesigen Maismonokulturen genannt. Sollten in Zukunft die Windräder auf dem Taunuskamm nicht mehr benötigt werden – weil der Lösungsweg Energieeinsparung endlich erfolgreich angegangen wurde – dann ist ein Windrad bei Bedarf schnell abmontiert. Die Bauteile müssen nicht endgelagert sondern können wiederverwendet werden.


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