Maßnahmenkonzept gegen Zigarettenkippen entwickeln

Antrag zur Stadtratssitzung am 20.11.2019

Der Stadtrat Mainz möge beschließen:

Die Verwaltung wird gebeten, ein umfassendes Maßnahmenkonzept gegen das achtlose Wegwerfen von Zigarettenstummel zu entwickeln. Dabei sollten unter anderem Aufklärungskampagnen über die Gefahren der Zigarettenkippen für die Umwelt erstellt werden, um damit das Verantwortungsgefühl der Bürger und Bürgerinnen zu stärken. Die Kampagne muss von allen betroffenen Dezernaten, im Besonderen dem Umweltamt, dem Ordnungsamt und dem Entsorgungsbetrieb entwickelt werden.

Darüber hinaus sind Strategien gegen das Wegwerfen von Zigarettenkippen im öffentlichen Raum zu entwickeln (z.B. Rauchverbote an Haltestellen, Sammelaktionen) und eine Aufstockung des Personals für entsprechende Kontrollen vorzunehmen.

Außerdem könnte das Maßnahmenkonzept auf weiteren Kleinstmüll ausgedehnt werden, z.B. Kaugummireste, Glas(scherben), Fast-Food-Einwegverpackungen, usw.

Begründung:

Laut einem Bericht der WHO von 2017 (https://www.who.int/tobacco/publications/environmental-impact-overview/en/) machen Zigarettenstummel weltweit den größten Anteil an Abfällen in Städten, an Stränden, in Flüssen und im Meer aus. Belastet werden vor allem Gewässer und das Grundwasser. Eine Kippe verseucht ungefähr 40 Liter Grundwasser und sie reicht aus die Hälfte der darin schwimmenden Fische zu töten.

Auch das Stadtbild leidet unter unachtsam weggeworfenen Zigarettenkippen. Betroffen sind davon zentrale Aufenthaltsbereiche und vor allem Straßenbahn- und Bushaltestellen. Daher brauchen wir ein umfassendes Konzept um nachhaltig gegen diese Missstände vorzugehen.

Die weitere Begründung erfolgt mündlich.

Dr. Claudius Moseler
Fraktionsvorsitzender


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