ÖDP kritisiert reduzierte Öffnungszeiten der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek

„Weiterer Kahlschlag nicht hinnehmbar“

Mainz. Dem Kulturausschuss wurde in seiner letzten Sitzung die weitere Reduzierung der Öffnungszeiten der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek von der Verwaltung „zur Kenntnisnahme“ vorgelegt. Ab Januar 2020 werden nun die bereits 2012 eingeschränkten Öffnungszeiten um weitere 11 auf nur noch 19 Stunden als Folge der Personaleinsparungen reduziert. „Die ÖDP-Stadtratsfraktion hatte in der Debatte um den Kommunalen Entschuldungsfond KEF immer dargelegt, dass hier der massive Personalabbau und die Reduzierung der Erwerbungsmittel für eine Wissenschaftsstadt der falsche Weg ist“, so ÖDP-Fraktionsvorsitzender Dr. Claudius Moseler.

Kritische Worte findet auch der kulturpolitische Sprecher der ÖDP, Klaus Wilhelm: „Diese Öffnungszeiten – vor allem mit dem Wegfall des Samstages und dem schon seit Jahren fehlenden Freitagnachmittag - sind alles andere als arbeitnehmerfreundlich. Ab Januar stehen Regionalforscher, Wissenschaftler und Studierende dienstags, donnerstags und samstags vor verschlossenen Türen. Im selben Atemzug wurde auf der Sitzung von Dezernentin Grosse groteskerweise erwähnt, dass der Kulturhaushalt in Mainz so hoch wie sonst fast nirgends ist. Die Bibliothek, eine leider nur freiwillige Leistung der Kommune, profitiert von diesem Segen nicht. Wieso man den Zugang zu einer solch wichtigen und etablierten Bürger-Institution erschwert, ihr weltweites Renommé gefährdet und Forschung quasi behindert, ist uns ein Rätsel.“

Klaus Wilhelm
Dr. Claudius Moseler

Die ÖDP Mainz-Stadt verwendet Cookies, um diese Website Ihren Bedürfnissen anzupassen. Zu den Cookie-Nutzungsbestimmungen