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Archäologische Untersuchungen auf der Hechtsheimer Höhe

Gemeinsamer Antrag zur Ortsbeiratssitzung Mainz-Hechtsheim am 23.01.2020 von CDU, SPD, FDP, Grüne, FW und ÖDP

Regionalhistoriker machen darauf aufmerksam, dass auf dem Hechtsheimer Baugebiet HE 130 (Laubenheimer Höhe) relevante neuzeitliche archäologische Funde zu erwarten sind. Demnach sind hier die Reste eines französischen Belagerungsrings um Mainz aus den Jahren 1794 und 1795 zu finden. Die Ereignisse, die in diesen beiden Jahren an diesem und weiteren Orten um Mainz herum stattgefunden haben, sind ein wesentlicher Teil nicht nur der Stadtgeschichte, sondern der europäischen Geschichte. Mainz war im 18. Jahrhundert ein Zentrum des politischen Geschehens in Deutschland, gleichzeitig war die Stadt in den Kriegen, die nach der Französischen Revolution 1789 stattfanden, heftig umkämpft.

Die archäologischen Spuren der Ereignisse von 1794 und 1795 und gegebenenfalls auch die Spuren der Belagerung von 1793, die ebenfalls von der Laubenheimer Höhe aus entscheidend vorangetrieben wurde, sollten soweit möglich dokumentiert und gesichert werden. Mit der Bebauung endet möglicherweise die Chance, bedeutende historische Ereignisse auf diesem Weg wissenschaftlich zu untersuchen.

Der Ortsbeirat Hechtsheim bittet daher die Verwaltung, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, diese Untersuchungen zu ermöglichen und bei den zuständigen Behörden und Institutionen – insbesondere auch die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland- Pfalz – auf diese Untersuchungen vor dem Baubeginn zu drängen. Klaus
gezeichnet:
Klaus Euteneuer (SPD)
Jürgen Linde (B90/Grüne)
Birgit Zehe-Clauß (FDP)
Prof. Dr. Felix Leinen (ÖDP)
Reinhard Schwarz (FW)
Franz Jung (CDU)

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