Zur Hauptnavigation springen Zum Hauptinhalt springen

Antrag / Anfrage / Rede

Klimaanpassungsprogramm Hechtsheim

Anfrage zur Ortsbeiratssitzung Mainz-Hechtsheim am 01.09.2026

Starkregen, Hitze und Wasservorsorge konkret vor Ort umsetzen

Die Folgen zunehmender Hitzeperioden, längerer Trockenphasen und stärkerer Starkregenereignisse stellen auch Mainz-Hechtsheim vor wachsende Herausforderungen. Am 14. April 2026 wurde das Starkregenvorsorgekonzept für Hechtsheim im Bürgerhaus vorgestellt. Zudem hat die Landeshauptstadt Mainz am 10. Juli 2026 den Hitzeaktionsplan „Mensch und Gesundheit“ vorgestellt. Beide Ansätze sollten nun möglichst konkret auf die Situation im Stadtteil übertragen und miteinander verzahnt werden. Aus Sicht der ÖDP Hechtsheim bietet sich dafür ein gebündeltes „Klimaanpassungsprogramm Hechtsheim“ an: mit Maßnahmen zur Starkregenvorsorge, zum Hitzeschutz, zur Wasserrückhaltung und zur nachhaltigen Nutzung von Regenwasser.

Ziel der Anfrage: Konkrete Maßnahmen, Prioritäten, Zuständigkeiten, Fördermöglichkeiten und einen nachvollziehbaren Zeitplan für Hechtsheim benennen.

Fragen an die Stadtverwaltung

1. Umsetzung StarkregenvorsorgeWelche konkreten Maßnahmen aus dem Starkregenvorsorgekonzept für Hechtsheim sollen umgesetzt werden, welche Priorität haben sie und in welchem zeitlichen Rahmen ist die Umsetzung vorgesehen?
2. Gefährdete BereicheWelche Bereiche und Straßen in Hechtsheim werden von der Verwaltung derzeit als besonders gefährdet durch Starkregen, Sturzfluten oder Oberflächenwasser eingestuft?
3. Rückhaltung von NiederschlagswasserIst vorgesehen, zusätzliche Rückhalteflächen, Rückhaltemulden oder andere Möglichkeiten zur Zwischenspeicherung von Niederschlagswasser in und um Hechtsheim einzurichten?
4. Zisternen an öffentlichen GebäudenPrüft die Stadt die Einrichtung von Zisternen oder Regenwasserspeichern an öffentlichen Gebäuden in Hechtsheim, beispielsweise am Bürgerhaus, an Schulen, Kindertagesstätten, Sportanlagen oder anderen kommunalen Einrichtungen?
5. Entsiegelung und VersickerungWelche öffentlichen Flächen in Hechtsheim eignen sich nach Einschätzung der Verwaltung für eine Entsiegelung oder wasserdurchlässige Gestaltung, damit Regenwasser stärker vor Ort versickern kann?
6. Bäume und SchattenplätzeAn welchen Standorten können zusätzliche Bäume, begrünte Flächen, Schattenplätze oder andere Maßnahmen gegen sommerliche Überhitzung geschaffen werden?
7. TrinkwasserstellenIst die Einrichtung weiterer öffentlich zugänglicher Trinkwasserstellen beziehungsweise Trinkbrunnen in Hechtsheim vorgesehen? Welche Standorte kämen hierfür infrage?
8. Schutz besonders gefährdeter MenschenWelche Maßnahmen aus dem Mainzer Hitzeaktionsplan sollen konkret in Hechtsheim umgesetzt werden, insbesondere zum Schutz von Seniorinnen und Senioren, Kindern und weiteren besonders hitzegefährdeten Menschen?
9. Klimaanpassungsprogramm HechtsheimKann die Verwaltung prüfen, ob für Hechtsheim ein zusammenhängendes „Klimaanpassungsprogramm Hechtsheim“ erstellt werden kann, in dem Maßnahmen gegen Starkregen, Hitze und Trockenheit sowie zur Wasservorsorge gebündelt, priorisiert und mit einem Zeitplan versehen werden?
10. FördermittelWelche Förderprogramme von Bund, Land Rheinland-Pfalz oder anderen Stellen stehen für solche Maßnahmen zur Verfügung und welche davon könnten für Projekte in Hechtsheim genutzt werden?
11. Regelmäßiger SachstandsberichtKann dem Ortsbeirat regelmäßig - beispielsweise einmal jährlich - über den Umsetzungsstand der Starkregen-, Hitze- und Wasservorsorgemaßnahmen in Hechtsheim berichtet werden?

Begründung: Klimaanpassung muss im Stadtteil sichtbar und praktisch werden. Regenwasserrückhaltung, Zisternen, Entsiegelung, zusätzliche Bäume und Schattenplätze sowie Trinkwasserstellen können gleichzeitig mehrere Aufgaben erfüllen: Sie reduzieren Risiken bei Starkregen, verbessern das Mikroklima, entlasten in Hitzeperioden und helfen, Trinkwasserressourcen sinnvoll zu schonen.

Die vorhandenen Mainzer Konzepte sollten deshalb genutzt werden, um für Hechtsheim einen konkreten, nachvollziehbaren Maßnahmenplan zu entwickeln. Dabei sollte frühzeitig unterschieden werden zwischen kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen mit überschaubarem Aufwand und größeren Projekten, die eine längerfristige Planung und Finanzierung erfordern.

Ein gebündeltes Klimaanpassungsprogramm würde zudem Transparenz schaffen: Der Ortsbeirat und die Bürgerschaft könnten nachvollziehen, welche Maßnahmen geplant, finanziert und tatsächlich umgesetzt werden.

Für die ÖDP Hechtsheim
Kai Schütz

Sachstand / Quellen
Starkregenvorsorge Mainz: www.mainz.de/microsite/wb/neubau/Starkregen
Hitzeaktionsplan Mainz, 10.07.2026: www.mainz.de/pressemeldungen/Mainz/2026/juli/hitzeaktionsplan#

Zurück