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Mögliche Umbenennung der Ina-Seidel-Straße

Ergänzungsantrag zur Ortsbeiratssitzung Mainz-Hechtsheim am 17.09.2020 von CDU, FW und ÖDP

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Eine Umbenennung der Ina-Seidel-Straße wird nicht vorgenommen. Das Straßenschild soll durch eine Plakette ergänzt werden, die auf die problematische Haltung der Schriftstellerin in der NS-Zeit aufmerksam macht.

Begründung.

 

Die Benennung der Straße wurde bei Errichtung des damaligen Neubaugebietes in den 1990er Jahren auf Grundlage der offiziellen Vorschlagsliste der Stadt Mainz vorgenommen. Die AG „Historische Straßennamen“ hat sich im Jahr 2016 mit einer Liste problematischer Straßennamen in Mainz auseinandergesetzt und im Fall der Ina-Seidel-Str. empfohlen, keine Umbenennung vorzunehmen. Auf explizite Nachfrage der Ortsvorsteherin hat Frau Dezernentin Grosse mit Schreiben vom 18. August 2020 dargelegt, dass diese Entscheidung der AG unter sorgfältiger Abwägung aller an diesem Zusammenhang relevanten Informationen über das Handeln von Ina Seidel stattfand.

Wir beantragen die Ergänzung einer Plakette, so dass den berechtigten Bedenken in Bezug auf die Wahl des Straßennamens Rechnung getragen wird und diese auch weiterhin im Bewusstsein verbleiben. Diesen Weg hat beispielsweise auch die Stadt Velbert im Ortsteil Neviges gewählt. In St. Augustin bei Bonn trägt die entsprechende Plakette die Aufschrift "Deutsche Dichterin, wegen ihres Wirkens in der NS-Zeit umstritten, distanzierte sich in den Nachkriegsjahren von ihrer früheren Haltung".

gezeichnet
Franz Jung, CDU
Prof. Dr. Felix Leinen, ÖDP
Reinhard Schwarz, Freie Wähler

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