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Corona-Messungen im Abwasser der Mainzer Kläranlage

Anfrage zur Stadtratssitzung am 09.02.2022

Das Leipziger Helmholtz-Institut für Mikrobiologie der Umwelt gemeinsam mit der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) und der TU Dresden startete im Mai 2021 ein Langzeitprojekt an bundesweit ca. 20 Kläranlagen. Über einen Zeitraum von sieben Monaten sollten dabei Konzentrationen von Coronaviren im Abwasser großer Städte ermittelt und ausgewertet werden. Auch Mainz war unter den 20 Kläranlagen. Jetzt wurde u.a. über einen Medienbericht in Mainz& bekannt, dass dieses Projekt nicht mehr fortgesetzt wird:
https://mainzund.de/corona-im-abwasser-messungen-in-mainz-spiegelten-verlauf-der-pandemie-gut-wieder-projekt-eingestellt/
Mit diesen Abwasser-Monitoring konnte die Entwicklung der Virenlast in der Bevölkerung nachverfolgt werden. Eine nicht ganz unwichige Kennzahl für den Kampf gegen die Corona-Pandemie, um auch Rückschlüsse auf die Dunkelziffer ziehen zu können. Auch nach dem Ende der Corona-Pandemie könnten mit diesen Messungen wichtige Rückschlüsse über Krankheiten in der Bevölkerung ermittelt werden.

Wir fragen daher an:

1.    Warum hat die Verwaltung gemeinsam mit dem zuständigen Gesundheitsamt nicht dafür gesorgt, dass diese Abwasser-Monitoring als Frühwarnsystem weiterh firtgeführt wird?
2.    Warum wird das Projekt nicht in eigener Verantwortung durchgeführt?
3.    Ist die Wiederaufnahme des Abwasser-Monitorings zu einem späteren Zeitpunkt geplant? Wenn ja, durch welche Stelle?
4.    Warum wurden die städtischen Gremien und die Stadtratsfraktionen über die Ergebnisse dieses Projekt und dessen Einstellung nicht unterrichtet?
 
Dr. Claudius Moseler,
Fraktionsvorsitzender

Antwort der Verwaltung

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