Antrag / Anfrage / Rede
Messstationen zur Erfassung der Belastungen durch den Betrieb des Frankfurter Flughafens
Anfrage zur Stadtratssitzung am 26.11.2025
Bei der Fluglärmveranstaltung In Weisenau am 30.11.2025 sprach Umweltministerin Eder von einer weiteren Lärm-Messstation zur Ermittlung der Auswirkungen der höheren Auslastung der Nordabflugrouten.
Wir fragen daher an:
1. Wo soll diese Messung erfolgen bzw. die Messstation aufgestellt werden?
2. Um wie viele geplante Messstationen handelt es sich?
3. Was geschieht mit den Ergebnissen der Lärmmessung?
4. Wer analysiert die Ergebnisse, bereitet diese auf und berichtet in welchen zeitlichen Schritten an wen?
5. Welche Schlussfolgerungen und Forderungen resultieren daraus?
6. Welche direkten Maßnahmen werden im Hinblick auf erhöhte Daten zum Schutz der Bevölkerung umgesetzt?
7. Welche Luftmess-Stationen sollen mit UFP-Geräten nachgerüstet werden?
8. Sind hierbei, wie auch bei der o.a. Veranstaltung zu verstehen war, eine oder mehrere Messstationen zur Ultrafeinstaubpartikel-Messungen geplant?
9. Fokussiert man sich dabei ausschließlich auf die bisherigen Standorte oder ist auch ein neuer Standort angedacht, der hinsichtlich der Emissionen aus dem Flugbetrieb geeignet wäre? (Der Turngarten in Hechtsheim stellte sich als ungeeignet dar.)
10. Welche Messtechnik wird dabei zum Einsatz kommen?
11. Soll diesmal das gesamte Belastungsspektrum und damit auch Partikel kleiner 10 Nanometer erfasst und ausgewertet werden? Wenn nein, warum nicht? (Ab 10 nm fokussiert man sich nur auf rund die Hälfte der Belastung - die andere Hälfte und damit die problematischsten bleiben so außen vor. Ausländische Studien haben gezeigt, dass je kleiner die Partikel sind, umso gefährlicher sind diese! Diese überwinden schneller alle menschlichen Barrieren und gelangen unmittelbar in alle Organe!)
12. Beabsichtigt die Stadt Mainz dieses Mal auf die Bürgerinitiativen zuzugehen und diese bei den Planungen und Entscheidungen einzubinden?
13. Benennen sie bitte zeitliche Abläufe und deren Umsetzung für das erste Quartal im Jahr 2026.
Dr. Claudius Moseler
Fraktionsvorsitzender