Antrag / Anfrage / Rede
Neues Gaskraftwerk auf der Ingelheimer Aue
Anfrage zur Stadtratssitzung am 06.05.2026
Einem Bericht in der AZ vom 15. April 2026 ist zu entnehmen, dass die KMW bei der SGD Süd die Genehmigung zum Bau eines neuen Gaskraftwerkes mit einer Leistung von 54 MW auf der Ingelheimer Aue beantragt hat und zwecks Realisierung bereits im Jahr 2025 einen Bauvertrag mit der INNIO Group unterzeichnet hat. Das Kraftwerk soll „H2-ready“ sein, d.h., es lässt sich auch auf die Verbrennung von Wasserstoff umrüsten.
Daher fragen wir an:
1. Zu welchem Zeitpunkt und auf welche Weise wurden städtische Gremien von den Plänen der KMW zur Errichtung des Kraftwerkes in Kenntnis gesetzt?
2. Ist davon auszugehen, dass das geplante Kraftwerk als systemrelevant eingestuft wird?
3. Mit wie vielen Betriebstagen pro Jahr rechnet die KMW?
4. Über welchen Zeitraum soll das Kraftwerk betrieben werden?
5. Ab welchem Zeitpunkt ist die Umstellung auf Verbrennung von Wasserstoff geplant? Aus welchen Quellen soll der Wasserstoff dann bezogen werden?
6. Wäre es auch möglich, nur einen Teil der 12 Gasmotoren auf Wasserstoff umzustellen, falls dieser noch nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht, um alle Gasmotoren zu betreiben?
7. Welche Alternativen zu einem Gaskraftwerk wurden ursprünglich diskutiert? Aus welchen Gründen wurden diese verworfen?
8. Ist der Bau eines Großbatteriespeichers durch die KMW geplant? Falls JA: Welche Speicherkapazität ist dafür vorgesehen und wann soll er fertiggestellt werden?
9. Welchen Zeithorizont sieht die KMW bezüglich des Ziels der eigenen Klimaneutralität?
Dr. Claudius Moseler
Fraktionsvorsitzender