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Öffnung des Rathausplateaus zum Rhein

Gemeinsamer Antrag von B'90/DIE GRÜNEN, CDU, SPD, FDP, ÖDP

Der Stadtrat möge beschließen:

Der Stadtrat beauftragt die Verwaltung gemeinsam mit der Rheingoldhallen GmbH & Co.KG, sowie allen anderen befassten städtischen und stadtnahen Unternehmen
· weitere Gespräche mit den zuständigen Denkmalschutzbehörden zu führen,
· mit dem Ziel eine breite und erfahrbare Öffnung des Rathausplateaus in Richtung Rhein zu erreichen und damit dem Willen der Mainzer*innen und des Stadtrats im Sinne des Ent-wurfs des Architekten, der eine Öffnung zum Rhein in Bezug zu der Enge der Altstadt set-zen wollte zu entsprechen.
Die Vertreter*innen der Stadt Mainz in den jeweils zuständigen Organen der genannten stadtna-hen Gesellschaften werden auf weitere Gespräche mit dem genannten Ziel hin wirken.

Die öffentliche Debatte zeigt seit Jahren, dass sich die Mainzer*innen eine Öffnung des Rathaus-plateaus in Richtung Rhein wünschen. Die Sanierung der Rathaustiefgarage im Zuge der Rat-haussanierung bietet die einmalige Chance diesen Wunsch umzusetzen. Die Sanierung und eine damit einhergehende Umgestaltung des Rathauses muss den Bürger*innen einen Mehrwert schaf-fen, dies gilt auch für die Sanierung und Umgestaltung der Tiefgarage.

Eine große Freitreppe ermöglicht es den Rhein als Lebensader von Mainz zu erleben und schafft am stark belebten Ufer zusätzliche Räume. Eine große Freitreppe bietet Tourist*innen einen at-traktiven Weg vom Fluss über den Brand zum Dom. Eine große Freitreppe bietet Chancen zum inklusiven Leben am Rheinufer, weil eine barrierefreie Erschließung, ähnlich der Staatstheater-treppe, möglich ist.

Das Rathaus ist keine Bastion, die sich von der Stadt und ihren Gästen abschottet. Die Idee der Bastion liegt auch nicht in den ursprünglichen Entwürfen der Architekten, sondern kam aus den Reihen des Stadtrats. Der Stadtrat hat 2018 beschlossen den Denkmalschutz frühzeitig und gleichzeitig in die Prozesse der Rathausplanungen einzubinden, um Lösungen zu finden, die in die Zukunft weisen, funktional und bürger*innenfreundlich sind sowie das Denkmal respektieren. Die-sen Spagat gilt es nun für die Gestaltung der Rheinfront von Rathaus und Tiefgarage zu schaffen.

Sylvia Köbler-Gross (B'90/DIE GRÜNEN)
Hannsgeorg Schönig (CDU)
Alexandra Gill-Gers (SPD)
David Dietz (FDP)
Dr. Claudius Moseler (ÖDP)