Antrag / Anfrage / Rede
Supervisionsangebote im Mainzer Ordnungsamt
Anfrage zur Stadtratssitzung am 25.11.2026
Zur Antwort der Verwaltung auf die Anfrage Nr. 0458/2026 der ÖDP-Stadtratsfraktion betreffend der „Einsatzbelastung Ordnungsamt“ haben wir mit Blick auf die laufenden Supervisionsangebote im Vollzugsdienst eine Reihe von Nachfragen. Wie bereits geschildert, sind die Einsatzlagen im Arbeitsalltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter emotional wie körperlich sehr belastend und teils gefährlich. Dies gilt besonders im Hinblick auf körperliche Angriffe und der massiven Zunahme von Einsätzen mit Menschen in akuten psychischen Ausnahmesituationen.
Die guten Erfahrungen der Polizei mit Supervision und Reflektionsgesprächen sollten dabei als Vorbild dienen.
Wir fragen daher an:
1. Bitte nennen Sie uns die aktuellen Supervisionsangebote, die aufgrund der Empfehlungen für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eingerichtet wurden?
2. In welchen Zeitraum und Umfang wurden in den vergangenen Monaten Supervision und Reflektionsgespräche angeboten? Wir bitten um einen aktuellen Sachstandsbericht einschließlich der Rückmeldungen der Teilnehmenden.
3. Wurden die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Vollzugsdienst und in den übrigen Bereichen des Ordnungsamts über diese Unterstützungsangebote bei belastenden oder traumatischen Erlebnissen informiert? Wenn ja, wie?
4. Wie viele Personen haben an den Angeboten teilgenommen? Wurden die Teilnehmenden dafür vom Dienst freigestellt?
5. Bitte legen Sie Ihre Planungen für das Jahr 2027 zu Gesprächsangeboten, Reflektionsgesprächen und Supervision dar.
Dr. Claudius Moseler
Fraktionsvorsitzender