Pressemitteilung
ÖDP Mainz begrüßt Wohnungstauschprogramm der Mainzer Wohnbau
Projekt ist aber kein Ersatz für das Angebot von bezahlbaren neuen Wohnraum
Die ÖDP Mainz begrüßt das von der Mainzer Wohnbau bekannt gegebene Wohnungstauschprogramm ausdrücklich. „In einer Stadt wie Mainz, in der günstiger Wohnraum knapp ist und viele Familien dringend größere Wohnungen suchen, ist dieses Programm ein richtiger und sinnvoller Schritt“, so Fraktionsgruppenmitglied Kai Schütz.
Der Ansatz ist ebenso einfach wie wirksam: Menschen, deren Wohnung nach veränderten Lebenssituationen zu groß geworden ist, erhalten Unterstützung beim Umzug in eine kleinere, besser passende Wohnung. Gleichzeitig können größere Wohnungen wieder Familien oder Haushalten zur Verfügung stehen, die mehr Platz benötigen.
Aus Sicht der ÖDP Mainz verbindet dieses Programm soziale Verantwortung mit nachhaltiger Stadtentwicklung. Denn vorhandener Wohnraum wird besser genutzt, ohne dass dafür sofort neue Flächen versiegelt werden müssen. Das ist pragmatisch, ökologisch vernünftig und sozial ausgewogen.
„Wichtig ist dabei: Ein solches Angebot darf niemals Druck erzeugen. Es muss freiwillig bleiben und den Menschen echte Vorteile bringen — etwa durch bezahlbare Mieten, Unterstützung beim Umzug und eine Wohnung, die besser zur jeweiligen Lebensphase passt“, stellt das Hechtsheimer Ortsbeiratsmitglied Schütz klar.
Gerade ältere Mieterinnen und Mieter bleiben häufig in zu groß gewordenen Wohnungen, weil ein Umzug organisatorisch, finanziell oder emotional eine große Hürde darstellt. Wenn die Mainzer Wohnbau hier aktiv unterstützt, ist das ein gutes Signal für eine menschliche und verantwortungsvolle Wohnungspolitik. Gleichzeitig profitieren Familien, die auf dem angespannten Mainzer Wohnungsmarkt oft lange nach einer größeren Wohnung suchen. Das Wohnungstauschprogramm kann daher helfen, den vorhandenen Wohnraum gerechter und bedarfsgerechter zu verteilen.
Die ÖDP Mainz sieht darin aber keinen Ersatz für den dringend notwendigen Bau bezahlbarer Wohnungen. Aber es ist ein wichtiger zusätzlicher Baustein. „Mainz braucht beides: neuen günstigen Wohnraum und eine intelligentere Nutzung des bestehenden Wohnungsbestands“, so Schütz. „Die ÖDP Mainz fordert daher, das Wohnungstauschprogramm konsequent zu begleiten, transparent auszuwerten und bei Erfolg weiter auszubauen. Gute Ideen dürfen nicht in der Schublade landen — sie müssen in der Stadtgesellschaft ankommen.“
